Nicht die Romantik

Juni 30, 2012
"Still.Leben": © joexx, photocase.de

Wochenende 30. Juni, 01. Juli 2012


Klimawandel führt zu Machtwechsel in der Savanne.
Bäume gewinnen bis 2100 die Oberhand über Gräser.
Weite Teile der afrikanischen Savanne könnten bis 2100 zu Wäldern werden. Dies geht aus einer Studie deutscher Forscher hervor. Nach dieser führt die Düngung durch den steigenden Kohlendioxid-Gehalt in der Atmosphäre in ganz Afrika zu einer dichteren Bewaldung, wenn ein bestimmter CO2-Wert überschritten wird.“ scinexx.de.

Zu viele Bäume heizen das Treibhaus an.
US-Forscher warnen vor übereifriger Aufforstung: Während die tropischen Regenwälder die Erderwärmung bremsen, können Wälder in schneereichen Regionen wie Sibirien oder Kanada das Gegenteil bewirken. Grund ist die Reflexion der Sonnenstrahlung.“ welt.de.

Schwimmendes Seelabor Neuglobsow.
Märkische Forscher ergründen Klimawandel im Stechlinsee.
Theodor Fontane machte den Stechlinsee mit seinem letzten Roman weithin bekannt. Immer wieder war er hingereist zu dem tiefen, unglaublich klaren Gewässer inmitten weiter Buchenwälder, sanfter Hügel und fern der turbulenten Großstadt Berlin. Die Wissenschaftler heute treibt nicht die Romantik an den See, es sind die Folgen der Klimaveränderungen, die sie hier erforschen. Ab heute mit einem schwimmenden Seelabor.“ dradio.de.

Wer ist schuld?
Staaten sind für den Klimawandel verantwortlich? Das sollte der Internationale Gerichtshof klären.
Zwanzig Jahre nach dem ersten Erdgipfel in Rio sind die Staaten am 22. Juni 2012 nach dem Rio+20-Gipfel auseinandergegangen, ohne willens und in der Lage gewesen zu sein, ein überzeugendes und konkretes Signal für die Bekämpfung des Klimawandels zu setzen.“ Gastbeitrag bei faz.net.


Die Welt bewahren

Juni 29, 2012
Buckelwale, Bild WWF-Canon, Diego M. GARCES

Fr., den 29. Juni 2012


1 Million gegen den Löwenhandel.
An Südafrikas Präsident Zuma:
Als Bürger weltweit mit großem Respekt für Südafrika und sein beeindruckendes Naturerbe rufen wir Sie auf, den grausamen und sinnlosen Handel mit Löwenknochen und -organen zu verbieten. Dieser befeuert eine Industrie, die Löwen an den Rand der Ausrottung treiben könnte. Wir hoffen, nach Südafrika reisen und die Tourismusindustrie des Landes unterstützen zu können, und würden gerne Reisen nach Südafrika empfehlen. Wir drängen Sie daher, den Makel des Löwenhandels vom Ruf Ihres Landes zu entfernen, damit wir Sie reinen Gewissens unterstützen können.“ Mitmachen bei avaaz.org.

Sind Plastikflaschen umweltfreundlicher als Glasflaschen?
Leser fragen, Klimaexperten antworten. Diesmal möchte Jessica Kleff aus Berlin wissen: „Was ist am umweltfreundlichsten, wenn man den kompletten Lebenszyklus betrachtet: Mehrweg-Glasflasche, Einweg-Glasflasche, Mehrweg-Plastikflasche oder Einweg-Plastikflasche?“ Die Pressestelle des Umweltbundesamts antwortet.“ handelsblatt.com.

„Die Welt bewahren“.
Carl Friedrich von Weizsäcker wäre 100.
Klimawandel, Ungerechtigkeit und Atombombe bedrohen die Welt. Die Themen des Physikers, Philosophen und Friedensforschers Carl Friedrich von Weizsäcker sind geblieben. Heute wäre er 100 geworden.“ n24.de.


Umweltzerstörung so billig wie nie

Juni 28, 2012
"Netzausbaubeschleunigung ", © manun, photocase.de

Do., den 28. Juni 2012


CO2-Emission zum McMenü Preis.
Umweltzerstörung ist billig wie nie. 8 Euro kostet eine Tonne Kohlendioxid-Ausstoß.
Wie die Süddeutsche Zeitung am Dienstag berichtete, ist Umweltzerstörung so billig wie nie. Der Emissionshandel der Europäischen Union der eigentlich dazu gedacht war, den Klimawandel aufzuhalten, erweist sich als zahnlos.“ news.at.

Regierung halbiert Geldgeschenk für Ökostrom.
Exklusiv Die Förderung von Ökostrom in Deutschland wird umgewälzt. Nicht allein soll die Marktprämie für die Integration von Strom aus Erneuerbaren Energien schrumpfen. Auch die Solarförderung wird gekappt.“ ftd.de.

Elfenbeinverbrennung in Zentralafrika.
Gabun will Wilderei-Tragödie stoppen.
Gabun setzt ein starkes Zeichen gegen den illegalen Elfenbeinhandel. Die Regierung des westzentralafrikanischen Landes hat für heute Vormittag in der Hauptstadt Libreville die Verbrennung ihrer beschlagnahmten Elfenbeinbestände durch Präsident Ali Bongo angekündigt.“ wwf.de.


Wetterumschwung

Juni 27, 2012
"Spiekeroog

Mi., den 27. Juni 2012


Vor uns die Sintflut.
Selbst wenn die Politiker sich auf einen vernünftigen Klimaschutz einigen könnten – das Anschwellen der Ozeane lässt sich nicht mehr schnell genug bremsen: Bis zum Jahr 2300 droht ein Anstieg des Meeresspiegels um 1,5 bis vier Meter, warnen Klimaforscher.“ sueddeutsche.de.

Viel heiße Luft und wenig Wirkung.
Klimaforscher haben Politik und Gesellschaft ermüdet – meinen Klimaforscher – Nun werde nicht mehr auf sie gehört.“ derstandard.at.

Klimawandel verändert heimische Vogelwelt.
Die Bestände von wärmeliebenden Vogelarten nehmen in der Schweiz bereits seit mindestens zwanzig Jahren stark zu. Nun macht die Schweizerische Vogelwarte in Sempach auf die Folgen des Klimawandels für die heimische Vogelwelt aufmerksam.“ luzernerzeitung.ch.


Lonesome mankind

Juni 26, 2012
Verstorbene Riesenschildkröte Lonesome George. © Martin Harvey / WWF-Canon

Di., den 26. Juni 2012


Vierte Riesenschildkrötenunterart auf Galapagos für immer verschwunden.
Auf der Galapagos-Insel Pinta ist vergangenen Sonntag mit „Lonesome George“ der letzte Vertreter der Galapagos-Riesenschildkröte Chelonoidis nigra ssp. Abingdoni gestorben. Er wurde etwa einhundert Jahre alt und galt als das einsamste Tier der Welt. „Mit dem Ableben von Lonesome George ist unser Planet um eine weitere Tierart ärmer“. wwf.de.

Kohle versus Öko: Wer gewinnt den Wettlauf?
In bester Tradition hat Greenpeace zum vierten Mal sein Energieszenario “Energie (R)evolution” vorgelegt. Seit dem Jahr 2007 rechnet das Deutsche Luft-und Raumfahrtzentrum für die Umweltschutzorganisation aus, wie ein Ausstieg aus der Kohle und Atomkraft möglich wäre und welche Investitionen in welchen Bereichen dafür nötig wären. Der Report wird etwa einmal im Jahr aktualisiert, u.a. weil etwa der Anteil der erneuerbaren Energien doch schneller gewachsen ist als gedacht.“ zeit.de.

Tierische Einwanderer.
In Flugzeugen und Schiffen überwinden die tierischen Einwanderer Meere, Berge und Wüsten. Sie kommen in Koffern, Holzpaletten oder Schnittblumen. Jedes Flugzeug, das in Deutschland landet, ist eine mögliche Bioinvasion. Der Klimawandel begünstigt, dass die Tiere sich auch bei uns ansiedeln.“ fr-online.de.

Schwergewichtige Helfer: See-Elefanten als Datensammler.
See-Elefanten sind (ge)wichtige Datensammler für die Wissenschaft: Die Tiere wurden mit Sendern ausgestattet und sammelten Daten in der Antarktis – mit erstaunlichen Ergebnissen.“ augsburger-allgemeine.de.


Wir sind zu reich

Juni 25, 2012
"da ist der Wurm drinnen", © marshi by photocase.de

Mo., den 25. Juni 2012


Von der Sonnenseite:
– „Rio Minus.
Endlich stellt auch der deutsche Umweltminister den Sinn des Umwelt-Konferenz-Zirkus in Frage. Das einzige Ergebnis von 18 riesigen Umweltkonferenzen seit dem Rio-Gipfel von 1992 ist, dass es der Umwelt immer schlechter geht. Auch der jetzige Umwelt-Gipfel in Rio, Rio plus 20 genannt, war mit 20.000 Teilnehmern nicht die Spesen wert, die er gekostet hat. Er war Rio minus.“
– „Kosten-Tsunami frisst Haare vom Kopf.
Die Energiewende führt in die Verelendung, die Armen sitzen im Dunkeln, was hilft, ist ein Tempolimit für Erneuerbare. Kolumne von Martin Unfried.“ Beide Artikel sonnenseite.com.

Neue Prognose: Meeresspiegel legt trotz Klimaschutz stark zu.
Selbst wenn sich die Welt sofort auf ernsthafte Klimaschutzziele verständigen würde, stiege der Meeresspiegel noch jahrzehntelang weiter. Das zeigt eine neue Langzeitprognose. Eine weitere Studie sieht US-Metropolen wie New York und Boston überdurchschnittlich stark von Hochwasserlagen betroffen.“ spiegel.de.

Neues Buch zum Klimaschutz: „Wir sind zu reich“.
In seinen „50 Ideen für eine neue Welt“ betrachtet der Nachhaltigkeitsforscher Felix Ekardt die globale Klimakatastrophe einmal nüchtern. Der Autor will weder die Globalisierung zurückdrehen, noch will er uns alle umerziehen. Er legt dennoch konkrete Vorschläge vor.“ sueddeutsche.de.


Bilder von ihrer Erde der Zukunft

Juni 23, 2012
"ein schöner Tag": © kallejipp by photocase.de

Wochenende 23., 24. Juni 2012


Zwanzig Jahre nach Rio: dritter globaler UN-Gipfel zur Nachhaltigkeit 2012.
Vom 20. bis 22. Juni 2012 fand die dritte UN-Konferenz über nachhaltige Entwicklung (UNCSD) in Rio de Janeiro statt. Vor zwanzig Jahren, 1992, traf man sich in Rio erstmals zur globalen „UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung“. Die Erwartungen an den „Erdgipfel“ waren seinerzeit immens. Der kalte Krieg war vorbei, die Umweltbewegung in Europa befand sich auf ihrem Höhepunkt. Gerechtigkeit in einer gemeinsamen Welt sollte Wirklichkeit werden, und das unter Beteiligung der Zivilgesellschaft – bei den sonst für Politiker und Diplomaten reservierten UN-Gipfeln ein absolutes Novum. Schulkinder in der ganzen Welt malten Bilder von ihrer Erde der Zukunft, das Wort Nachhaltigkeit war in aller Munde. Es herrschte Aufbruchstimmung. Was ist davon geblieben?“ Das und mehr bei bund.net.

Germanwatch-Bilanz des Rio-Nachhaltigkeitsgipfels.
Die Staatengemeinschaft hat in Rio nicht die notwendigen Beschlüsse getroffen, die angesichts sich zuspitzender Krisen um Ernährung, Klima, Energie, Rohstoffe, Wasser, Ozeane und Artenvielfalt notwendig sind. Schlimmer noch: Sie ist derzeit dazu offensichtlich nicht in der Lage. … In der derzeitigen Finanz- und Wirtschaftskrise dominiert kurzfristiges statt zukunftsorientiertes Denken. Die Konsequenz: Wir haben in Rio viele wohlklingende Absichtserklärungen und interessante Anstöße für Prozesse gesehen, aber ohne Angabe von notwendigen Ziel- und Zeitrahmen.“ germanwatch.org.

Kein Reformwille bei globaler Nachhaltigkeit.
NABU enttäuscht über Kompromiss beim Rio+20-Gipfel.
20 Jahre nach dem ersten Erdgipfel der Vereinten Nationen im Jahr 1992 fand diese Woche in Rio de Janeiro erneut eine Weltkonferenz zur Nachhaltigen Entwicklung statt. Die Ergebnisse des Gipfels sind allerdings enttäuschend: „Der Umweltgipfel ist am Ende weit unter dem Niveau dessen geblieben, was angesichts des dramatischen Zustandes der Erde notwendig gewesen wäre. Wie der Stern-Report und die TEEB-Studie zur Wirtschaftlichkeit von Ökosystemen nachgewiesen haben, werden die ‚Kosten des Nichtstuns‘ im Klimaschutz und bei der Rettung der biologischen Vielfalt enorm sein.“ nabu.de.

Klimawandel: ein sozialistischer Plan für die Umwelt ist dringend nötig.
Um die schlimmsten Folgen des Klimawandels zu verhindern, sind umgehende und maßgebende Schritte nötig. Diese werden aber nicht von den Kapitalisten und ihren Politikern kommen.“ sozialismus.info.


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